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Struktur des Studiums

Das Studium gliedert sich in ein Grundstudium von 4 Semestern und ein Hauptstudium von 6 Semestern.

 

Im Grundstudium werden die allgemeinen bildnerischen, handwerklichen und wissenschaftlichen Grundlagen für die stückbezogenen Entwurfsarbeit erarbeitet. Unter Berücksichtigung individueller Interessen und Fragestellungen der Studierenden sollen Ansätze zu einer eigenständigen bildnerischen und szenisch-visuellen Sprache gefunden werden. Die Studierenden lernen, sich mit bildnerischen Mitteln über beobachtete und gedankliche Sachverhalte mitzuteilen. Das vielfältige Lehrangebot des Grundstudiums umfasst folgende Bereiche:






Linie, Fläche, Raum
Komposition, Proportion
Farbe, Farblehren
Zeit, Bewegung
Fläche und Raum
Körper und Raum

Grundlagen der zwei- und dreidimensionalen Darstellungstechniken als Mittel der Entwurfsarbeit und der Entwurfsrealisierung

Naturstudium, Aktzeichnen
Kostümentwurf, Figurine
Material und Wirkung
Ablaufdarstellung szenischer Vorgänge
Arrangementzeichnung
Modellbau
Fotografie auf Film und digital
Videofilm
Werkstattzeichnung, Konstruktion
CAD-Konstruktion
Theatermalerei
Theaterplastik

Theaterbau und das technische Instrumentarium des Theaters

Typologie der Theaterbauten
Bühnentechnik, Verwandlungstechnik
Beleuchtungs- und Projektionstechnik
Arbeitsprozesse im Theater
Sicherheitsvorschriften

Theoretisch – wissenschaftliche Grundlagen

Kunstgeschichte
Theatergeschichte
Entwicklung des Theaterbaus
Geschichte des Bühnenbilds
Soziologie
Philosophie
Dramaturgie, Stückanalyse
Recherche mit Bibliotheken und Internet

Berufskunde

Vertragsrecht
Selbständige Tätigkeit

Miniprojekte

Das zweite Semester wird mit der Grundprüfungabgeschlossen, deren Bestehen zur Aufnahme des Fachstudiums innerhalb des Grundstudiums (3. und

4. Semester) berechtigt. Das Grundstudium wird zum Ende des vierten Semesters

mit der Diplom-Vorprüfung abgeschlossen.

 

Das Hauptstudium soll vertiefende Kenntnisse vermitteln und zur selbstständigen Erarbeitung von Konzepten für die Bühnenbildpraxis befähigen. Das Zentrum im Hauptstudium bildet das Fach Entwurf.

Entwurfsarbeit

Der fiktive Teil des Hauptstudiums, auch "Mappenstück" genannt, baut sich stufenweise mit dem Ziel einer umfassenden bühnenbildnerischen Konzeptfindung auf.

Wichtig sind uns Suche und Entdeckung spezieller bildnerischer Ausdrucksformen; das Beherrschen einer eigenen Bildersprache ist die Voraussetzung für die Überzeugungskraft moderner Bühnenbilder.

Einem vorgegebenen dramatischen, musikalischen oder literarischen Material nähern sich die Studierenden spielerisch- experimentell und arbeiten es mit Hilfe umfangreicher kultureller Recherche bilderzählerisch auf. Solche Versuche führen durch Auswahlprozesse zu Teilergebnissen, in denen inhaltliche Betrachtungsweisen im Vordergrund stehen.

Im Hauptstudium fordern wir deutliche Äußerungen und mutige Ansätze individueller Formulierung mit den vielfältigen Möglichkeiten heutiger visueller Sprachen.

Es sind die Mittel der zeitgenössischen bildenden Kunst, die Ausdrucksformen von Medien, Film und Dokumentation, die neben Farbe und Zeichnung zur Verfügung stehen. Dabei sind uns Sensibilität und Schärfe in der Wahrnehmung, Gespür für das Material und eigenwillige Vorgehensweise im Findungsprozess wichtiger als ästhetische oder dramaturgisch- elegante Setzungen. Ethische, politische Bezüge, Haltungen tragen zum konzeptionellen Willen und zur Klarheit des Entwurfs bei. Einbringen von Zitaten, Zuspitzung und Polemik, Fähigkeiten im Gebrauch von Diskontinuitäten, Widersprüchen und dialektischen Denkweisen in der Entwurfsarbeit beleben die Phantasie und trainieren den Gebrauch der Mittel.

In regelmäßigen Zusammenkünften haben die Studierenden die Möglichkeit, ihre Ergebnisse den Auffassungen von Lehrern, Kommilitonen und Regiestudenten (ihre späteren Arbeitspartner) gegenüberzustellen. Der Arbeitsprozess erfährt zusätzliche Impulse, erreicht Diskursebene in Argumentation und Kommunikation.

Am Ende des Semesters steht neben der Dokumentation des Arbeitsprozesses in Form von Bild- und Textmaterial, ein maßstabgetreues Bühnenbildmodell, als fiktiver Teil eines Aufführungskonzeptes.

Praxisbezug im Entwurf

Ein entscheidendes Kriterium der Qualität eines Bühnenbildkonzepts ist seine praktische Umsetzbarkeit.

Wir sind der Meinung, dass ein Teil der Probleme in der künstlerischen Konzeptfindung mit der Unkenntnis theaterhandwerklicher Grundlagen beschrieben werden kann, denn schon in einer frühen Phase der Arbeit beeinflussen Realisierungsunsicherheiten die Idee. Im Bühnenbildstudium gibt es grundsätzlich die große Gefahr der Wirklichkeitsfremdheit von Ideen und Konzepten durch den Mangel an theaterpraktischen Erfahrungen. Die materiellen Beschränkungen einer Ausbildungsstätte, auch die einer Universität der Künste, bieten wenige reale Prüfmöglichkeiten.

Andererseits bewirken materielle Einschränkungen mitunter die Sensibilisierung des theatersprachlichen Ansatzes, zwingen zum Kürzel, zur Abstraktion und zur Übersetzung der Idee. Wir versuchen Machbarkeit durch die Einführung bewusster Einschränkungen zu simulieren, (bauliche und technische Eigenheiten am Beispiel originaler, maßstäblicher Theatermodelle, finanziellen Beschränkungen, "Budgetbegrenzung") so dass ein theoretisches Arbeiten unter"realen" Bedingungen entsteht.

Ein hauptberuflicher Werkstattleiter aus der Theaterpraxis begleitet die Entwurfsarbeit nicht nur durch die Lehre von Materialkunde und Werkstattpraxis, sondern "prüft" darüber hinaus im ständigen Dialog mit den Studenten deren Konzepte auf technologische und finanzielle Machbarkeit. Er animiert durch Angebote realitätsnaher, materieller Möglichkeiten den Findungsprozess.

Unser Seminarangebot zum Praxisbezug bietet für die Studenten einen soliden fachlichen Dialog mit positivem Einfluss auf die künstlerische und ökonomische Stabilität ihres Entwurfs.

Das Hauptstudium wird mit der Diplomprüfung im zehnten Semester abgeschlossen.

Für Absolventinnen und Absolventen, die ihr Studium

innerhalb der Regelstudienzeit "mit Auszeichnung"

abgeschlossen haben, besteht die Möglichkeit

eines zweisemestrigen Meisterschülerstudiums.