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K.O. 11 Funkstation Sehnsucht


Drei kurze Opern von Boris Blacher

 

Eine Produktion der Komischen Oper Berlin, des Hebbel Am Ufer, der Universität der Künste Berlin und der Hochschule für Musik »Hanns Eisler« Berlin

Zusammenarbeit Studierender der Studiengänge Regie der HfM Berlin und Bühnenbild der UdK Berlin

Dem 1975 verstorbenen Berliner Komponisten Boris Blacher widmet sich die diesjährige Ausgabe der K.O.-Projektreihe, in der Studierende und Profis, Berliner Hochschulen und Theater seit sieben Jahren kontinuierlich zusammenarbeiten. Blacher, langjähriger Direktor der West-Berliner Musikhochschule und Lehrer von Giselher Klebe, Isang Yun und Aribert Reimann, war in seiner Musik stets auf antiromantische Transparenz bedacht. In den drei kurzen Opern, die Blacher zwischen 1946 und 1969 komponierte, experimentiert er lustvoll und schräg mit unterschiedlichsten Formen von Musik-Theater:

Sopran, Tenor und Bariton, Chor und Orchester. Alles, was man für eine Oper braucht.

Innerhalb von sieben Szenen bekommt man serviert, was man von einer Oper erwartet: Liebe und Leidenschaft, Wut, Trauer, Schmerz und Angst. Das Ganze braucht keine Worte, die versteht sowieso niemand. Die Emotionen stehen für sich und suchen nach einem adäquaten Ausdruck. Die Abstrakte Oper Nr.1 hält es mit der Realität: Kaum ausgesprochen versandet alles Gute und Wahre in trauriger Banalität. Am Ende bleibt nur die Angst.

Ein Schiffswrack vor der Küste. Vier Menschen. Heute oder morgen. Mit starken Pinselstrichen zeichnet Boris Blacher Figuren und Handlungen in seiner »Funkoper« Die Flut: Der alte Bankier hat das Geld, der junge Mann will das Geld, das Mädchen liebt das Geld, der Fischer liebt die Liebe. Ein akustisches Spiel. Ein Mord, eine Entscheidung. Zwischen Commedia dell’arte und Brecht spült der ewige Wechsel von Ebbe und Flut die Gefühle der Menschen weg. Im Hintergrund geht die Sonne unter.

Mit Sprechern und elektronischer Musik erzählt Blacher die Geschichte der auf Naxos verlassenen Ariadne. Ein Leben auf einer einsamen Insel. Eigentlich ein Traum. Doch abgeschnitten vom Rest der Welt und verfolgt von den Schrecken der Vergangenheit werden auch die Umwelt, die Natur und die Zeit zu einer unerbittlichen Gewalt, der man sich stellen muss. Genauso wie Ariadne sich ihren Schmerzen und Problemen stellen muss. Blachers Melodrama skizziert eine Wahrnehmungsstörung. Irgendwo zwischen Text und Klang surrt es bedrohlich. Fragen tauchen auf, nach dem Wert dessen, was wir glauben zu fühlen.

 

 




Abstrakte Oper Nr.1



Die Flut



Ariadne


 

Abstrakte Oper Nr. 1
Musikalische Leitung: Adrian Pavlov
Regie: Julia Glass
Bühne und Kostüme: Christina Schmitt

 

Die Flut
Musikalische Leitung: Panagiotis Papadopoulus

Regie: Julia Lwowski
Bühne: Benjamin Schönecker

Kostüme: Valeria Popov

 

Ariadne
Regie: Georg Schütky
Bühne und Kostüme: Stefanie Lindner

 

Junge Philharmonie Brandenburg

Premiere am 04.10.10
HAU 2