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Aus dem Programmheft

 

 

Die Bilanz unseres sechsjährigen Bemühens um musiktheatralische Kooperationen zwischen unterschiedlichen Studiengängen aus Berliner Kunsthochschulen kann sich sehen lassen. Regelmäßig zu Spielzeitbeginn, wie jetzt wieder, genießen unsere Projekte die Gastfreundschaft im Hebbel Am Ufer und werden fachlich, logistisch und finanziell unterstützt von der Komischen Oper Berlin. Vertrauenssache?

Auch.

Die Projektform ist ohne Vorbild und in den Augen vieler Spezialisten Risiko. Regie- und Bühnenbildstudierende ohne akademischen Abschluss und Berufserfahrung, aber gut ausgerüstet mit Fachkenntnis, Mut und allerlei Visionen stoßen hier, oft erstmals und mit nur wenigen Monaten Vorbereitungszeit, zu gemeinsamer Theaterarbeit zusammen. Ist Theater so zu lernen?

Unsere Gastgeber, Unterstützer, Freunde, viele freiwillige Helfer, Sänger, Spieler, Musiker, Orchester, Dirigenten und natürlich wir, die Lehrer meinen ja.

Selten gespielte Stücke, darunter Experimente und Fragmente; Uraufführungen vergessener aber auch exklusiv für das Projekt komponierter und geschriebener Werke; Operetten, Chorstücke und musikalische Skizzen – zu kurzen einzelnen Werken in Szene gesetzt von zwei, drei oder vier studentischen Teams und dann als Abend füllende Gesamtvorstellung präsentiert - das ist gleichermassen die zu lösende Studienaufgabe und das besondere Angebot an unser Publikum.

Ein erfolgreiches  Muster.

Denn Besucher kamen reichlich und Fachinteressenten aus allen beteiligten Branchen auch.

KO, unser Projektkürzel für KurzOper hat sich in der Theater- und Hochschulszene lokal und über Berlin hinaus einen besonderen Namen gemacht, vorbildhaft für Professionelle, Anfänger und für die Ausbildung dieser Berufe, und ein Rückblick beim Jubiläum zu „KO 10“ lohnt.

Heute stehen drei französische Musikstücke des ausgehenden 19. Jahrhunderts auf unserem Programm, sehnsüchtige,  groteske und düstere Werke von Debussy und Ravel. Die Inszenierungsteams widersetzen sich dem Sog der traumatischen Atmosphären und nehmen sich der Themen und Handlungen auf individueller Weise an. In verspielten, trotzdem ernsthaften Bildern formulieren sie ihre Auseinandersetzung mit den Werken und den daraus resultierenden Erlebnissen und Irritationen. Es sind die Mittel und Dogmen des zeitgenössischen MusikTheaters, die sie nutzen, neu erfinden aber auch überraschend hinter sich lassen.

 

Herzlichen Willkommen zu unserer Jubiläumsinszenierung und gute Unterhaltung

 

Prof. Hartmut Meyer, Leiter der Bühnenbildklasse an der UdK Berlin

Aus dem Programmheft K.O.10 La petite mort, 2009