Home

Login

Studium

Chronik

Studienorte

Projektarchiv

Fantomoj

4. Workshop Bühne Regie

Germania

K.O.16

Das Heer

K.O.15

K.O.14

K.O.13

K.O.12

K.O.11

K.O.10

K.O.9

K.O.8

K.O.7

K.O.6

Händel 1-3

K.O.5

K.O.4

K.O.3

K.O.2

K.O.

Heimspiele

Trotzdem

Object of(f) stage

Two Pieces + 2

Veranstaltungen

Prague Quadrennial 2007

Materialien

Studenten

Dozenten

Kontakt

Impressum



Trotzdem

  • "Tagebuch eines Verschollenen" von Leos Janacek
  • "Fürwahr...?!" von Karl Amadeus von Hartmann
  • "Hin und Zurück" von Paul Hindemith
  • "Betrachtung" eine musikalische Installation mit Musik von Giacomo Carissimi und Claudio Monteverdi

 

Trotzdem – ein Musiktheater

stellt eine Plattform für junge Musiktheaterschaffende dar. Unter diesem Namen fand im Juli diesen Jahres in der Akademie der Künste ein Musiktheaterabend statt, der von Studenten der Bühnenbildklasse der UdK und Regiestudenten, z.T. aus der Hochschule für Musik Hanns Eisler, mit jungen Sängern und Musikern erarbeitet wurde.

Allerdings - von der anfänglichen Idee eine derartige Plattform zu schaffen, bis zu dem Tag an dem die Premiere wirklich stattfindet, führt ein langer Weg - und einige trotzdems.

.

Als eines Tages unser Professor in die Bühnenbildklasse kam und uns von seiner Unterhaltung mit Andreas Homoki (Intendant der Komischen Oper Berlin) erzählte, bei der es darum ging eine Möglichkeit zu schaffen junge Bühnenbildner und Regisseure schon so früh wie möglich miteinander zu konfrontieren und ihnen eine Plattform zu geben auf der sie ihre ersten Versuche zeigen könnten, waren wir ganz Ohr.

Schon lange gibt es unter uns Studenten eine Diskussion über dieses Thema.

Was ist für uns der beste Weg der Ausbildung? Wie sollen wir wissen ob die Entwürfe, die wir uns ausdenken und im Maßstab 1:20 als Modell bauen, umsetzbar sind und Anklang finden. Wie werden Regisseure damit umgehen? Wie finden wir passende Regiepartner?

Natürlich ist die konzentrierte theoretische Auseinandersetzung mit einem Stück, bei der es nicht nur um die Realisation geht, sondern erst einmal darum einen eigenen künstlerischen Standpunkt zu finden, für uns während des Studiums sehr wichtig.

Aber auf der anderen Seite wünschen wir uns einen Dialog mit einem Regisseur, den Prozeß der gemeinsamen Konzeptionsfindung und eine Möglichkeit des praktischen Austestens. Wir halten es für ungemein wichtig so früh wie möglich die Zusammenarbeit mit Regisseuren zu erproben und somit Partner für die zukünftige Arbeit im Theater zu finden.

Jetzt sollten wir dazu also wirklich eine Gelegenheit bekommen.

Ein paar Wochen später betrat Werner Hintze, der Musiktheaterdramaturg der Komischen Oper, mit einem Stapel Partituren unter dem Arm die Bühnenbildklasse. Mittlerweile hatten wir uns schon auf die Suche nach Regisseuren gemacht.

Es bildeten sich sechs Gruppen, die sich auf die vorgeschlagenen Kurzopern stürzten. Während der Semesterferien erarbeiteten wir Inszenierungsvorschläge und Bühnenbildentwürfe. In dieser Zeit stand uns Hartmut Meyer beratend zur Seite. Frank Mittmann, der Werkstättenleiter der Volksbühne, half uns bei der Ausarbeitung der technischen Umsetzungsmöglichkeiten. Mit der Unterstützung unseres Professors Horst Birr fertigten wir die technischen Zeichnungen an und mit unserem Dozenten Oliver Brendel suchten wir nach den richtigen Bühnenmaterialien und verfassten einen Kostenvoranschlag.

Mitte April präsentierten wir die fertigen Konzepte unseren Professoren, Dozenten, Werner Hintze und Andreas Homoki. Es wurden vier Vorschläge ausgewählt, die im Juli in der Akademie der Künste aufgeführt werden sollten.

Auf einmal wurden ganz andere Fragen laut. Wer singt denn überhaupt? Woher kommen die Musiker? Woher die musikalischen Leiter, die Korepititoren? Wo können wir probieren?

Die Zeit drängte, unser Engagement war gefragt. Wenn es wirklich eine Realisation des Projekts geben sollte mußten wir uns dahinter klemmen und unseren Willen zeigen.

Es wurden Zettel aufgehängt, telefoniert, vermittelt, geworben. Immer wieder gab es Krisensitzungen unter uns Studenten und mit unseren Dozenten, in denen wir kurz vorm Aufgeben waren und das Projekt auf Herbst verschieben wollten.

Aber es war schon so viel erreicht. Die Komische Oper unterstützte uns finanziell. Die Werkstätten und die Gewandmeisterei des Theater- und Probensaals der UdK stellten sich uns zur Verfügung. Wir hatten den Aufführungsort im Studiosaal der Akademie der Künste. So setzten wir nun alles daran die letzten Probleme auch noch zu lösen. Wir organisierten Probenräume in der Hochschule für Musik Hanns Eisler, in der Komischen Oper und in der UdK. Wir fanden Sänger, musikalische Leiter, Korepititoren, Musiker und eine Produktionsleiterin, die uns alle weiteren organisatorischen Dinge wie Verträge, Probenpläne, Werbung und unzähliges mehr abnahm.

Ab Anfang Juni wurde probiert und einstudiert. Hierbei wurde uns alle Freiheit gelassen. Es war eine sehr intensive Zeit der künstlerischen Auseinandersetzung unter uns Studenten. Wir arbeiteten mit Konzentration und großer Experimentierfreude.

Eine Woche vor der ersten Aufführung fand schließlich die technische Einrichtung in dem Studiosaal der Akademie der Künste statt. Von diesem Zeitpunkt an war dieser Ort voll in unserer Hand. Unermüdlich arbeiteten die Techniker der Akademie der Künste mit uns an der Beleuchtungseinrichtung und an den perfekten Auf- und Umbauten. Wir konnten endlich am Originalschauplatz probieren und den Raum für kurze Zeit mit unseren Ideen füllen.

Am Sonntag den 13.Juli fand die Premiere statt. Beide Vorstellungen waren ausverkauft und ein großer Erfolg beim Publikum. Sie haben uns Mut gemacht trotz der schwierigen kulturpolitischen Lage unsere Lust am Musiktheater nicht zu verlieren und weiter mit großem Engagement für unsere Zukunft und unsere Ideen in diesem Bereich zu kämpfen.

 

Die Daten zum Projekt:

Kooperationsprojekt mit der Komischen Oper Berlin, Akademie der Künste und der Regieklasse an der HfM "Hanns Eisler"

Premiere am 13.Juli 2003 im Studio der Akademie der Künste




Betrachtung



Hin und zurück



Tagebuch eines Verschollenen



Fürwahr