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Heimspiele

Trotzdem

Object of(f) stage

Two Pieces + 2

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Heimspiele

2. Kooperationsprojekt mit der Komischen Oper Berlin, der Regieklasse der HfM "Hanns Eisler" und dem Studiengang Bühnenkostüm an der UdK. Studenteninszenierungen von 4 Kurzopern von Christof Herzog.

Luisas Traum (UA)
Unser Kaiser
Hundeherz
Die Gondel (UA)

Wintersemester 2003/04. Premiere im Januar 2004.

Musikalische Gesamtleitung und Einstudierung: Scott Curry


Über das Projekt


Luisas Traum



Unser Kaiser



Die Gondel



Hunderherz

Wenn sehr unterschiedliche junge Künstler mit der Absicht zusammenkommen, an einem gemeinsamen Werk zu arbeiten und um es der Öffentlichkeit zu zeigen, dann bahnt sich zwischen ihnen eine außerordentliche Situation an. Da ist zwar die Freude über den Auftrag und eine grelle Phantasie über den zukünftigen Erfolg, schnell aber wird klar, dass Visionen, Talent, Erfahrungen allein nicht reichen werden, auch nur eine Runde einer spannenden Veranstaltung ohne Beulen zu überstehen.

Kaum geht es los, geraten die Teilnehmer in ein ungeahntes Abenteuer. Sie werden überfallen von einer Mixtur aus Bungeejumping und Ehekrieg, Härtetest und Kindergarten. Rote Ohren werden sie bekommen und kalte Füße. Alle packt ein gegenseitiges Erschrecken über Denkweisen, Überzeugungen und Bildungsniveaus der jeweils anderen. Die jungen Künstler werden sehr unkünstlerische Äußerungen tun und sich seltsam nachhaltige Fragen zu ihren selbst gebastelten Berufsbildern stellen. Sie erkennen, auf dem Schlachtfeld der Theatermacherei scheinen Spaß und Gelingen der Arbeit wie zufällige nicht zusammenpassende Puzzelstückchen zu sein, - natürlich nicht mehr auffindbar, wenn man sie am meisten braucht. Sie werden soweit an den Rand des Beziehungsabgrunds geschoben, dass einige von ihnen schon mal herunterpurzeln. Und die zweite Runde ist noch lange nicht vorbei.

Disziplin, Durchhalten und Aussitzen? Wird nicht ganz reichen. Es dämmert die Einsicht, hier muss etwas anderes her, wenn das Ergebnis überhaupt eines werden soll.

Was? - mehr noch, den Glanz des Besonderen abstrahlen soll. Denn auffallen sollte es doch mindestens, wenn junge Künstler eine Inszenierung machen? Das Publikum erwartet es von ihnen? - Heute ! Oder ?

Sie erwarten es von sich selbst, die Bühnenbild-, kostüm-, und Regiestudenten.

Ergebnis durch Konfliktbeherrschung? Oder umgedreht? Oder völlig anders? - Wir denken, das Üben macht’s. Und genau das ist alles andere als selbstverständlich, denn unsere Theaterberufe werden mitunter auf verschiedenen Schulen in kleinen separaten Zirkeln ausgebildet. Miteinander zu arbeiten, nämlich das, was Theatermacher ein ganzes Leben lang tun, sollte früh trainiert sein.

Heute freuen wir uns, eine kleine, speziell geschaffene Plattform für Bühnenbild-, Kostüm-, und Regiestudierende präsentieren zu können. Konzepte und Ausführungen sind von ihnen, dargestellt von Sängern, Schauspielern, Studenten.

Trotz erheblichem Schwierigkeitsgrad und Erfolgsdrücken aus verschieden Richtungen sind sie nach ihrem ersten gelungenen Versuch im Sommer 2003 mit Hilfe von Gesang-, und Musikstudenten in der Akademie der Künste erneut angetreten, vier Kurzopern, dieses Mal von Christoph Herzog, auf die Beine zu stellen. Dieses Mal für einige von ihnen ein " Heimspiel" im Theater- und Proben-Saal der UdK. Sie wurden wiederum finanziell, materiell, personell unterstützt von der Komischen Oper, der Fakultät Darstellende Kunst der UdK und der Abteilung für Regie an der Hochschule für Musik "Hans Eissler".

Aber wie im wirklichen Leben mussten sie mit den entscheidenden Problemen wieder selber fertig werden. Nur ein bisschen Starthilfe gab’s, - mehr nicht ! Wie sie es gehandhabt haben, wer die treffenden Einfälle hatte, welche Schultern mehr tragen konnten, welche Taktik die durchschlagende war, muss ein kurioses Geheimnis bleiben, ist aber für den Zuschauer sowieso ohne Belang. Der Weg ist hier nicht das Ziel. Nicht am Theaterabend. Nicht zur Premiere!

Nicht ganz. Denn vergessen wir nicht, dieser Arbeit ist reinste Studentenarbeit. Und das sie überhaupt stattfindet, ist aus unterschiedlichen Gründen sehr verwunderlich. Einer von den Gründen jedenfalls ist, das es Studierende gemeinsam hier offenbar gelernt haben, ohne pädagogischen Zuspruch, etwas Funktionierendes auf die Beine zu stellen.

Prof. Hartmut Meyer, Leiter der Bühnenbildklasse an der UdK Berlin